KARIBU Kinderhilfe

Karibu

Blick in die alte, sehr primitive Küche.

Das neue Mehrzweckgebäude wurde mit Karibu-Hilfe erstellt. Vieles wurde von den Lehrern und Schülern der Handwerkerschule (Maurerabteilung und der Schreinerabteilung ) selbst ausgeführt.

Ein gehörloser Schreinerlehrling präsentiert stolz seine Arbeit.

Das von Karibu-Kinderhilfe gesponserte Mehrzweckgebäude dient verschiedenen Zwecken : Speisesaal, Singsaal, Freizeitgestaltung am Abend und am Wochenende, Gottesdienste für bis 500 Teilnehmer (auch von der benachbarten Imani-Primarschule).

Projekt Imani

Koch beim  Rühren des Maisbreis

Die neue Küche ist dem grossen Ansturm von hungrigen Lehrlingen gewachsen

Schön und zweckmässig ist die Durchreiche von der Küche zum Esssaal geworden

Nachfolgend einige Bilder zum Schulbetrieb der  Berufsschule Imani:

Maurerlehrlinge setzen ein Fenster ein

Elektrikerlehrlinge  beim Üben

Schulzimmer für die Koch-/Catering -Ausbildung

Lehrlinge beim Schweissen

Die Lehrlinge arbeiten gerne an den Strickapparaten.

Dieses Albino-Mädchen, dem beide Arme von Verbrechern abgehackt worden waren, bedient bereits eine Strickmaschine. Und dies mit zwei sehr einfachen Prothesen.

Die Schule hat eine soziale Komponente.  Rund zwanzig Geistigbehinderte erhalten durch eine ausgebildete Schwester Betreuung und eine einfache Schulbildung.

Kundenarbeiten im „Geschützten“ Schneideratelier

Die Berufsschule Imani braucht Mittel, um selbsttragend zu werden, besonders um die Lehrerlöhne zu bezahlen. Karibu-Kinderhilfe hat dem Schulmanagement ein Konzept zum Vermarkten von textilen Produkten in einer Art geschützten Atelier vorgeschlagen. Invalide Absolventen der Schneiderausbildung erhalten die Möglichkeit, Pullover, Schuluniformen, Anzüge etc. herzustellen. Sie leben in Kost und Logis und bekommen eine Motivationsprämie. Zurzeit arbeiten hier drei qualifizierte Leute mit Lehrabschluss,  sowie vier Studenten, die noch in Ausbildung sind.

Unser Startgeld (Fr. 2'500.-) zum Kauf von Stoffen, Wolle u.a. war gut investiert. Die Schulleitung hat unsere Vorschläge befolgt. Sie führt eine Einnahmen- /Ausgabenrechnung mit Statistik. Da ist ersichtlich, dass sie in diesem ersten Jahr recht viele Aufträge hereinholen konnten, vor allem im Bereich "Stricken" ( 16 Mio Tansanische Schillings = ca. Fr. 9'000.-). Es sind vor allem Pullover für Schulen.

Dieses Geschützte Schneideratelier konnte anfangs 2015 im neuen Gebäude für "Schneidern, Weben, Stricken, Sticken" bezogen werden.




Südlich der Stadt Moshi erstreckt sich ein Teil der riesigen Massai-Ebene. Das Gebiet ist sehr trocken. Da aber vom Kilimanjaro her ein Kanal mit Wasser zugeführt wird, besteht hier seit Jahrzehnten eine ausgedehnte Zuckerrohrplantage. Auch die Japaner profitieren von diesem Wasser. Sie haben den Reisanbau eingeführt, was sehr viel Wasser benötigt…

Früher tuckerten hier die Züge durch, auf ihrer Fahrt von Dar es Salaam nach Arusha. Heute sind nur noch die Gleise vorhanden.

Im Dorf Mtacudja befindet sich die handwerkliche Berufsschule IMANI, gegründet 2001 durch die Schwester Placida Mosha (Congregation Sisters of our Lady of Kilimanjaro). Die Schule hat sich sukzessive entwickelt, ist staatlich anerkannt. Heute geniessen bereits 90 Lehrlinge eine gründliche Ausbildung in verschiedenen Berufen. Es hat einige behinderte Lehrlinge, viele sind HIV-Waisen, noch mehr kommen aus sehr armen Verhältnissen. Der Ruf der Schule ist gut, das Lehrpersonal ist weitgehend treu, obwohl unterbezahlt. Einige Maschinen und Geräte für die fachliche Ausbildung sind vorhanden. Leider fehlen viele nötige Anlagen für die Berufsausbildung.



Als die Stiftung Karibu-Kinderhilfe 2009 beschloss, die Schule zu unterstützen, war ein Teil der Infrastruktur in einem schlechten Zustand, vor allem die Küche und die Toiletten. Zudem  fehlte ein grosser Esssaal, der auch weitere Bedürfnisse der Schule (z.B. Freizeitveranstaltungen) decken konnte. Die Lehrer warteten bereits drei Monate auf die Bezahlung der Löhne. Dabei trug die Schule viel dazu bei, ihre Situation selber zu verbessern, so durch Gemüseanbau und Tierhaltung, womit ein Teil der Ernährung der Schüler und Lehrer gedeckt war. Die Lehrlinge arbeiten täglich 1-2 Stunden im Garten und in der Küche.

Die bedeutende Unterstützung durch KARIBU-Kinderhilfe war nicht ganz uneigennützig. Es wurde eine Zusammenarbeit mit dem Zentrum Boma vereinbart. Für uns war die  Berufsschule IMANI Vorbild und Hilfe beim Aufbau einer kleinen handwerklichen Berufsschule für behinderte und normale Jugendliche im Zentrum Boma und ist es auch weiterhin. Boma hat nun den Betrieb in der Ausbildung von vorerst drei Berufen aufgenommen. Interessierte für andere Berufe kann sie der IMANI zuweisen.



Zurück zur Übersicht „Projekte“

LINK:  Bildreportage zum  Bau der Küche und des Mehrzwecksaals ( pdf)

Handwerkliche Berufsschule Imani für Jugendliche    (unser Projekt IMANI)

LINK

Fotobericht über den Erweiterungsbau der Schneiderwerkstatt und dem Geschützten Schneideratelier (pdf)

Erweiterungsbau der Schneiderwerkstatt

















Das Erweiterungsgebäude der Schneiderabteilung präsentiert sich in bunten afrikanischen Farben. Die vier Zimmer sind geräumig. Switchen Sie zum nachfolgenden Fotobericht.

Blick in die Geschützte Werkstatt im Erweiterungsbau.

Diese behinderten Schneiderinnen und Schneider haben ihre Lehre beendet, aber noch keinen Job gefunden. Sie arbeiten fleissig an Kundenaufträgen.

Projekt Imani

Die neue, gut eingerichtete Schlosserei

Das 2016 erstellte zweistöckige Schlossereigebäude (unten Werkstatt, oben 4 Gästezimmer mit Aufenthaltsraum und Küche) wurde 2017 von den Schweizer Experten / pensionierten Berufsleuten Benno Niedermann, Franz Granwehr und Markus Schönenberger vorbildlich bestückt und eingerichtet. Auf dem Bild ist das Montieren eines beweglichen Krans ersichtlich. Details finden sich im Fotobericht. Siehe untenstehenden Link.

LINK

Fotobericht über den Bau und die Einrichtung der Schlosserei in der Berufsschule Imani V.T.C. (pdf)